„Stuttgarts aktuelle Stadtzerstörung“

Wenn in diesem Blogbeitrag zunächst vor allem Stuttgart im Vordergrund steht, hat dies damit zu tun, dass die baden-württembergische Landeshauptstadt zurzeit unter vielen Experten wie Laien bundesweit als abschreckendes Beispiel für eine missglückte Stadtentwicklungspolitik steht. Die Proteste gegen das Großprojekt Stuttgart21 waren zuletzt in aller Munde. Doch auch an anderen Orten der Stadt beobachtet die Architekturkritikerin Ursula Baus in ihrem Artikel „Stuttgarts aktuelle Stadtzerstörung“ bedenkliche Tendenzen. Am Beispiel aktueller Bauprojekte wie dem neuen Quartier Das Gerber oder dem Projekt Caleido fasst sie die aktuellen Entwicklungen zusammen.

„Quartiersweise werden Flächen für belanglose Investorenarchitektur freigeräumt, Reste kleinteiliger Innenstadtstruktur werden bedenkenlos beseitigt, monofunktionale Büro- und Shopping-Center jeder nennenswerten, bezahlbaren Wohnungsdichte vorgezogen.“

Warum dies passiert?

„Die Macht über die Städte hat die Politik längst an Investoren abgegeben, die schamloser denn je ihre ökonomischen Interessen durchzusetzen wissen.“

Und Baus weiter:

„Die jüngste Zerstörung ist dem unverhohlenen Diktat ökonomischer Interessen anzulasten – nichts Neues, gewiss nicht. Aber dass überall die Kritik daran öffentlich ist und sich keiner mehr drum schert: Das ist eine dramatische Entwicklung, die unsere gesamte Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungsprozessen spiegelt.“

Direkt zum Artikel im E-Magazin vom 23.05.2012

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