„Zwang zur Innovation verschandelt unsere Städte“

Ein bemerkenswerter Artikel, der sich mit dem architektonischen Erscheinunsgbild unserer Städte auseinandersetzt, erschien vor kurzem in der Welt. Wolfgang Sonne, Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund und stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst, geht darin unter der Überschrift  „Zwang zur Innovation verschandelt unsere Städte“ der Frage nach, warum sich zeitgenössische Architektur oftmals wenig sensibel in bebautes Umfeld einfügt. Seiner Ansicht nach ist die städtebauliche Disharmonie an vielen Orten hausgemacht. Es sei der Glaube an die notwendige Innovation, der das Erscheinungsbild der deutschen Städte verschandele. Doch „das letztlich entscheidende Kriterium in Architektur und Städtebau ist nicht die Innovation, sondern die Qualität“. Sonne fordert daher dazu auf, die Eigen- und Naturgesetzlichkeiten der Architektur anzuerkennen und in erster Linie Wert auf gute Häuser zu legen. Nur so sei die bereits vom Renaissance-Baumeister Leon Battista Alberti beschriebene „Vielfalt in der Einheit“ zu erreichen.

Direkt zum Artikel der Welt vom 9. April 2012

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