Ein Neubau in Mitte setzt neue Maßstäbe

„Alles fügt sich zu einem stimmigen Ensemble zusammen“, schreibt der Architekturkritiker Dieter Bartetzko in der FAZ begeistert über die Wirkung eines Neubaus, der vor kurzem in Berlin-Mitte direkt neben dem Ensemble der Kalkscheune von ca. 1840 fertiggestellt wurde. Das neue Geschäfts- und Wohnhaus mit Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss und 21 Wohnungen in den darüberliegenden Etagen befindet sich in der Johannisstraße 3, einer Seitenstraße der nördlichen Friedrichsstraße. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Fassadengestaltung fällt es sofort ins Auge.

 „Alle gewohnten Kriterien versagen: Was von weitem wie ein „Blob“ erschien, also ein Spätling der biomorphen Architekturmode, die im vergangenen Jahrzehnt Furore machte, erweist sich nun als übersichtlich geordneter, sechsstöckiger Bau mit berlintypisch zurückgesetztem siebtem Obergeschoss“, so Bartetzko weiter.

Trotz seiner auffallenden Erscheinung betrachtet das verantwortliche Entwurfsbüro J. Mayer H. Architekten das Objekt auf keinen Fall als Solitär. Im Gegenteil: Durch die Anlehnung an die Baufluchten und Proportionen der historischen Nachbarbebauung soll das klassizistischen Berliner Wohnhaus neu interpretiert werden. Die dichten senkrechten Reihen der schlanken vorgehängten Lamellenfassade werden als moderne Deutung der strengen Symmetrie des Klassizismus verstanden. Eine Auflockerung dieser Strenge passiert durch unregelmäßig angeordnete Fensterflächen, welche die Lamellen durchbrechen und der Fassade einen dynamischen Eindruck verleihen.

Zum FAZ-Artikel von Dieter Bartetzko vom 26. Oktober 2011

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