Ein Kleinod in Friedrichshain braucht Unterstützung

In Friedrichshain prägen bis heute trotz großer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg die typischen Berliner Mietskasernen der vorletzten Jahrhundertwende das Bild vieler Straßenzüge. Auch in der 160 Meter langen Knorrpromenade zwischen der Krossener Straße und der Wühlischstraße ist die ursprüngliche Bebauung größtenteils erhalten. Als Besonderheit schmücken hier zwei Schmucktore den südlichen Beginn der Straße, die jedoch vom Verfall bedroht sind.

Anders als in der Umgebung, wo traditionell Wohnhäuser für Arbeiter dominier(t)en, war die Bebauung der nach dem Ingenieur und Unternehmer Georg Knorr benannten Straße  für  die wohlhabende Schicht gedacht. Dies lässt sich bis heute an der abwechslungsreichen  Gestaltung der einzelnen Fassaden mit Loggien, Putten, Säulen, Rundbögen und Erkern, überdurchschnittlichen Wohnungsgrößen sowie der für einen Arbeiterbezirk ungewöhnlichen Anlage von Vorgärten ablesen. In den Jahren 1911 bis 1913 errichtet,stehen die insgesamt neun Gebäude als letztes erhaltenes Beispiel einer bürgerlichen Wohnanlage aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg in Friedrichshain heute als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Zu der von dem Berliner Architekten Wilhelm Wilutzky entworfenen Anlage gehören auch zwei Schmucktore aus Sandstein, die sich am südlichen Beginn der Straße befinden. Während die Pendants an der Krossener Straße längst nicht mehr existieren, haben die südlichen Torbauten bisher alle Jahrzehnte überstanden. Derzeit befinden sie sich jedoch in einem ruinösen Zustand und drohen, abgerissen zu werden. Eisenklammern schützen vor dem Einsturz. Auf dem linken Tor fehlt bereits eine steinerne Schmuckvase.

Um den weiteren Verfall aufzuhalten, hat sich der Friedrichshainer Verein „KiezGestalten e.V.“ die Rettung der Schmucktore zur Aufgabe gemacht. Auf seiner Internetseite  sucht er nach Sponsoren und Förderern, damit die dringend notwendige Sanierung demnächst durchgeführt werden kann. Neben der aktiven Sponsorensuchen werden derzeit die Gesamtsanierungskosten ermittelt.

Weitere Informationen zum Denkmal „Gesamtanlage Knorrpromenade“                                                                                         Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste: Gesamtanlage Knorrpromenade

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2 Antworten zu “Ein Kleinod in Friedrichshain braucht Unterstützung

  1. Vielen Dank für den tollen Artikel!
    Das wird unserer Rettungsmission helfen.
    Herzliche Grüße,
    Karsten Frank
    KiezGestalten e.V.

  2. Viel Erfolg!!!!!!!!!!!!!!!

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