„Leider kein Stadtschloss“

„Warum wird das jüngere Erbe der Geschichte zerstört, während man Gebäude aus fernen Epochen aufwendig nachbaut?“ Dieser Frage geht Christian Tröster am Beispiel des Umgangs mit dem Bürohaus in der Bachstraße 1-2, das vom Abriss bedroht ist (ich berichtete: Space Age in Berlin), in seinem Artikel in der Welt nach.

Ohne Frage sei das  Gebäude von Heinrichs und Müller ein besonderer Bau, der auch als wichtiges Erbe der Nachkriegsmoderne Schutz verdiene:             „Zeugnisse einer Nachkriegsmoderne, die man nicht lieben muss, aber dennoch würdigen kann. Auch das ist deutsche Geschichte.“

Der geplante Abriss schmerze zusätzlich, da die von Tobias Nöfer entworfene Neubebauung erstens einfallslos sei und zweitens in ihrer Fassung im Blockrand nicht auf die Umgebung Rücksicht nehme. Vor allem das prominente Hansaviertel ist von großzügiger Durchgrünung und aufgelockerter Bebauung geprägt. „Stadtreparatur“, ein Schlagwort, auf das sich das Planwerk Innenstadt immer wieder bezieht, sei an dieser Stelle in Form einer Blockrandbebauung wenig sinnvoll, zumal sie hier so nie existiert hätte.

„Und die Evangelische Kirche als Bauherr muss sich fragen lassen, ob sie wie ein beliebiger Investor auftreten will, der eine Immobilie zuerst zehn Jahre lang verkommen lässt, um sie dann durch die profitabelste und einfallsloseste Lösung zu ersetzen.“

Direkt zum Artikelvom 04. August 2011


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Eine Antwort zu “„Leider kein Stadtschloss“

  1. Pingback: Space Age in Berlin – Bürohaus in Gefahr | Stadt.Bild.Berlin

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